Ich zerschneide die Geschichte

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Julia Cimafiejeva
Ich zerschneide die Geschichte
Lyrik und Collagen

13 x 19 cm, 80 Seiten, 31 Abbildungen,
gebunden, Fadenheftung, Leseband,
Zweisprachig: Deutsch, Belarussisch
ISBN 978-3-911192-07-1

Erscheinungstermin 4. September 2025

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Beschreibung

Julia Cimafiejeva
Ich zerschneide die Geschichte
Lyrik und Collagen

Übersetzt von Tina Wünschmann

Was bleibt, wenn ein Leben aus der vertrauten Ordnung gerissen wird? Die belarussische Lyrikerin und Übersetzerin Julia Cimafiejeva verließ 2020 ihr Heimatland aus politischen Gründen. In Hamburg begann sie 2024, Papiercollagen zu gestalten; aus Spiel wurde Ernst, aus Schnitten wurden Metaphern. Denn Exil bedeutet, von der Schere der Geschichte ausgeschnitten zu werden. Die Collagen, montiert aus alten Büchern und Magazinen, fügen in absurden Kompositionen eine neue Welt zusammen. Begleitet werden sie von kurzen Gedichten, die keine Erklärungen liefern, sondern Hinweise – poetische Andeutungen einer zerschnittenen Identität auf der Suche nach einem neuen Sinn.
Ein persönliches und künstlerisch spannendes Werk über Verbannung, Verlust und das fragile Zusammensetzen der eigenen Geschichte.

Julia Cimafiejeva, geboren 1982, ist eine belarussische Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie hat fünf Gedichtbände in belarussischer Sprache veröffentlicht, deren Gedichte auch als eigenständige Bücher in den USA, Deutschland und Polen erschienen sind. Zudem sind ihre Werke in verschiedenen belarussischen und internationalen Projekten, Anthologien und Zeitschriften vertreten. Ihr englischsprachiges Dokumentarbuch Minsk Diary wurde in sechs Sprachen übersetzt. Für das Projekt «While History Writes Itself» am Maxim Gorki Theater schrieb sie ihr Debütstück Extremists, das in Deutschland und Polen aufgeführt wurde. Als Übersetzerin hat Cimafiejeva Gedichte unter anderem von Walt Whitman, Stephen Crane und Enheduanna ins Belarussische übertragen. Außerdem übersetzte sie Kinderbücher von Maja Lunde und Stian Hole. Für ihre Übersetzung eines Gedichtbands von Stephen Crane wurde sie mit dem Carlos Sherman Translation Prize ausgezeichnet. Seit 2020 lebt Cimafiejeva im Exil in Europa. Im Jahr 2025 wurde sie Stipendiatin des daad (Berliner Künstlerprogramm).

Tina Wünschmann, geboren 1980, studierte Slavistik, Politik- und Kommunikationswissenschaft in Dresden, Krakau und Minsk. Nach Tätigkeiten im Bereich Jugend- und Kulturaustausch, Bildung und Projektmanagement übersetzt sie heute hauptberuflich Lyrik und Prosa, aber auch journalistische Texte aus dem Belarussischen, Russischen und Polnischen. Sie lebt in Kesselsdorf bei Dresden.